Was für ein Tag! Heute ist Dienstag 21:40Uhr, der zweite Tag in Costa Rica ist vorbei und dieser Tag wird wohl auf meiner Liste der aufregendsten Drehtage recht weit oben stehen.

Eigentlich begann alles ganz normal. Nach dem traditionellen Fühstück mit Reis, Blackbeans und gebackenen Bananen haben wir unsere Sachen gepackt und sind los gefahren. Am Tag davor habe ich erfahren, dass ich auch als Fahrer eingeplant bin und so stieg ich in den übergroßen Geländewagen und los gings. Nach einer interessanten Fahrt im Costaricanischen Verkehr, der ggf. einen eigenen Post verdient, kamen wir kurz unterhalb des Poas Vulcano an und drehten die ersten Einstellungen ab. Eigentlich hatte ich zwei Mal Sonnencreme benutzt, aber irgendwo da muss ich mir ein bisschen zuviel Sonne eingefangen haben… Kurz darauf wurde dann schon das erste Faultier entdeckt.

Aber auch das war noch nicht der entscheidende Punkt am heutigen Drehtag. Richtig spannend wurde es dann, als wir am Poas Vulcano ankamen. Alle wussten, wenn es oben am Krater bewölkt ist, dann wirds lustig…nicht! Wenn man Naturdoku macht, gemischt mit Realityelemeten, dann will man auch den weltgrößten Krater bei Sonnenschein zeigen. Aber es kam wie es kommen musst. Als wird da waren hat man wegen den Wolken keine 10m weit klar gesehen. Uns blieb nichts anderes übrig als zu warten. Nur die Frage wie lange warten blieb offen. Der Nationalpark rund um den Vulkan schließt um 15Uhr, allerdings durften wir noch 2h länger ohne alle Touristen dort bleiben. Um 17:30Uhr sollten wir eigentlich gehen, doch bis um 17Uhr war noch nichts passiert, es blieb bewölkt! Eine Krisensitzung war angesagt. Der Plan B war es am nächsten morgen direkt zur Öffnungszeit um 8 wieder am Krater zu stehen, um die Einstellungen mit dem Krater und den Protagonisten nachzuholen. Dazu wurde ein Realityblock gedreht, indem das erklärt wurde. Kaum waren wir damit fertig haben wir angefangen einzupacken, als der Krater plötzlich aufklarte. Unfassbar! Nach fast 3h warten und dem Anfang von Plan B klart der Krater plötzlich um 17:26Uhr auf und wir können doch noch drehen. Das allein war schon ein Wunder wofür wir alle super Dankbar sind. Auch noch dazu kommt, dass wir nun zwar eine bisschen veränderte, aber viel emotionaler Story erzählen können.

Was für ein Tag, was für ein unglaublicher Drehtag! Wenn man das aufschreibt, fehlt da sehr viel Adrenalin und Emotion, doch glaubt mir, das war wirklich unglaublich was wir heute erlebt haben. Jeder Plan B hätte nicht nur die Story ‘negativ’ verändert, sondern vorallem unseren eh schon knappen Zeitplan noch viel enger gemacht. Pro Episode steht uns nur 1 Tag zur Verfügung, wenn wir also etwas nicht schaffen, bleibt in der Regel keine Zeit zum nachholen… es bleibt spannend! Ich werde jetzt schlafen während ihr in zwei Stunden schon wieder aufsteht 🙂

Cheers, Simon