Da ist simonstudiesfilm gerade gestartet, da rennt mir die Zeit mal so richtig davon. Unfassbar, aber immerhin hat es einen guten Grund warum die Zeit knapp ist. Die Arbeit ruft und die Arbeit macht zur Zeit richtig Spaß! Neben all dem Bürozeug, fängt die Drehsaison jetzt wieder an und dieses Jahr bin ich in der glücklichen Lage von Anfang an voll mit durchzustarten. Gleich 3 Projekte stehen in den nächsten 2 Monaten an und diese führen mich an interessante Orte.

Dieses Jahr geht es gleich zu Beginn an den Chiemsee, in die Schweiz und nach Mittelamerika. Da das alles recht schnell hintereinander passiert und Auslanddrehs immer etwas mehr Vorbereitung brauchen, renne ich zur Zeit von A nach B, um alles zu organisieren. Da braucht man erst mal die fixen Daten vom Hin- und Rückflug, man muss alles klären für die Zeit in der man nicht in Deutschland ist, sonst läuft nach dem Rückflug nämlich erst mal nichts. Man braucht noch eine Auslandskrankenversicherung, eine Genehmigung für das ESTA-Programm und, und, und… die Liste wird nicht kürzer, eher im Gegenteil je näher der Dreh kommt.

Da das mein erster großer Dreh außerhalb der EU ist, ist das alles neu für mich, mega spannend und vorallem ein bisschen chaotisch. Die Reise nach Costa Rica ist ja nicht das Einzige was zur Zeit ansteht. Da gibt es noch kleinere Tagesjobs, Workshops, die ich vorbereite und halte, sowie die Buchhaltung und das Equipment um das man sich kümmern muss.

Mit zwei von den drei Projekten hat es bereits letztes Jahr angefangen. Das Dritte jedoch kam erst letzte Woche sehr kurzfrisitg und sehr überstürzt. Mittlerweile haben wir zum Glück einiges sortieren können, doch eine ausführliche Besprechung mit dem Kunden steht noch aus. Ein Kollege, mit dem ich letztes Jahr bereits, zwei Filme für den selben Kunden realisiert habe, meldete sich plötzlich und fragte mich nach möglichen Drehterminen vor dem 14 März. An diesem Tag startet eine der weltgrößten Logistikmessen, die Logimat, in Stuttgart. Dort soll der Film am Stand des Kunden präsentiert werde. Davor muss also bereits die Postproduktion gelaufen sein und der Dreh dementsprechend auch. Ein Blick in meinen Kalender reichte, um festzustellen, dass es nur 3 mögliche Drehtermine vor der Reise noch Costa Rica gibt und die schon 1 Woche nach der Anfrage gewesen wären. Gameover dachte ich mir, … dass eine Produktion so schnell abgewickelt wird… no chance! Aber es gab da noch einen Tag zwischen Costa Rica und dem Projekt in der Schweiz.

Um genau zu sein lande ich nun am Mittwochmittag, werde am Donnerstag 8h im Büro verbringen und das Equipment packen. Am Freitag wird dann wieder gedreht. Das Wochenende danach gönnt mir 1,5 Tage Pause. Diese werde ich im Schwarzwald genießen und dann geht es weiter mit Equipment packen, denn von Montag auf Dienstag geht es in die Schweiz. Zurück in Deutschland habe ich gleich wieder 3 Tage zu tun in Stuttgart und dann kommt endlich ein freies Wochenende. Die Frage ist also nicht wann ich schlafe, sondern ob ich schlafe. Ich bin gespannt wie stark der Jetlag wird, die 7 Stunden Zeitverschiebung habe ich so noch nicht erlebt. We will see!

Was ich aber weiß, ist, dass es zwei super spannende Monate werden, die viel Energie verlangen, noch mehr Organisation und am Ende werden tolle Filme dabei rauskommen.

Heute ist der 08. Februar. In wenigen Tagen startet der Flieger, gestern wurden noch ein paar Equipmentchecks gemacht, sodass wir nun alles was nötig ist dabei haben und trotzdem alles so kompakt wir möglich ist. Da ich in Costa Rica fast rund um die Uhr hinter der Kamera stehen werde, gibt es zumindest nächste Woche nur ein kleines Update aus Costa Rica. Im Anschluss an die 2,5 Drehwochen, werde ich ein bisschen zurückblicken und schauen, ob meine Vorbereitung sinnvoll war oder nicht.

 

Cheers, Simon