Bootcamp Film ist die Erweiterung von simonstudiesfilm. Hier geht’s im Prinzip um alles was der frisch gebackene Filmemacher oder Hobbyfilmer wissen sollte. Kameraeinstellungen, sinnvolle Tools, Licht, Equipmentempfehlungen und so weiter und sofort. Ein bunter Mix an Filmbasics, die helfen sollen, dass ihr aus euren Projekten und Ideen das Beste rausholen könnt.

Und mit was fängt man da am besten an? Richtig mit der Kamera! Und da sich das Filmen aus der Fotografie heraus entwickelt hat, geht es erst mal um die Prinzipen der Bildaufnahme anhand einer Fotokamera.

Eine Kamera ist im Grunde nichts anderes als ein Lichtaufnahmegerät. Ganz früher war von einer Aufnahme des Lichtes allerdings noch keine Rede. Als erste Kamera gilt die Camera Obscura. Bereits zu Zeiten von Aristoteles war das Prinzip bekannt. Durch ein kleines Loch in der Wand tritt das Licht ein und bildet auf der gegenüberliegenden Seite, ein auf dem kopfstehendes, Abbild der Szenerie außerhalb des Raumes ab.

Quelle: Wikipedia.org – Bilder

 

Maler, Astronomen und Wissenschaftler nutzen diese Technik, um Gegenstände oder (Himmels-)Landschaften abzubilden und dann abmalen zu können. Im Physikunterricht in der Schule mussten wir mal eine sogenannte Lochkamera bauen. Aus einer leeren Klopapierrolle, Paar und einem Stück Butterbrotpapier.

 

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Da kann man am Ende tatsächlich sogar Fotos machen und selbst entwickeln.

 

Im Laufe der Zeit entwickelte sich dies natürlich weiter und anstelle eines transparenten Papiers zum durchschauen, wurden lichtempfindliche Platten als Fotonegative eingebaut. Dazu verwendet man Holz oder Metall und beschichtete es zuerst mit Silbersalzen, später auch Asphalt und nochmal später, um genau zu sein im Jahr 1827, mischte Joseph Nicéphore Niépce Asphalt, Jod und Silber und nahm das erste dokumentierte Foto auf. Man sieht den Blick aus seinem Arbeitszimmer in den Hof in Le Gras. Ehrlich gesagt erkennt man noch nicht viel aber für die Entwicklung der Fotografie und der Kamera war dies ein wichtiger Schritt.

Quelle: kwerfeldein.de

Unsere heutigen Kameras sind, wie schon erwartet einen Weiterentwicklung dieser ersten fotografischen Gehversuche. Nachdem der altbewährte Kunststofffilm zum aufziehen ausgedient hatte, begann das digitale Zeitalter und man ersetzte den analogen Film mit einem Stück Elektronik. Wir nennen es auch Sensor. Auch haben wir kein Loch mehr in der Wand, sondern ein sogenanntes Objektiv an der Kamera dran. Bei manchen ist es auswechselbar, bei den kleinen Film- und Fotokameras ist es fest eingebaut.

Quelle: Eigentum des Seitenbetreibers

Das Licht fällt in erster Instanz in das Objektiv. Dort sorgt, ein oft recht komplexer, Linsenapperat für die richtige Fokussierung und den gewünschten Zoomfaktor (Brennweite). Danach fällt das Licht in den Kamerabody und dort auf den Sensor. Nicht zu vergessen, das Bild steht auf dort Kopf.

Bei den Spiegelreflexkameras (DLSR) ist zwischen dem Objektive und dem Sensor noch ein Spiegel und ein Verschluss verbaut. Den Verschluss behandeln wir ein anderes Mal, doch der Spiegel sorgt bei den DSLRS dafür, dass man das Bild im Sucher schon vor der Aufnahme betrachten und einrichten kann.

Bevor also das Licht auf den Sensor trifft, wird es durch den querstehenden Spiegel nach oben auf eine Scheibe gelenkt. Durch ein Prisma wird es richtig rum gedreht und ähnlich wie bei der Camera Obscura und dem Transparentpapier können wir nun dort unser Bild im Sucher sehen.

 

Quelle: stefansteinbach.com

Der Sensor wandelt unsere Lichtinformation in elektrische Impulse um, welche er dann an den Prozessor weiterleitet. Hier passiert dann viel herumgerechne und unserer Bild kann gespeichert werden. Voilà, so kommt das Licht in die Kamera und wird zum Bild.

Das soll Teil I von Bootcamp Film gewesen sein. Ich hoffe ihr konntet die ersten Schritte leicht verstehen und mitgehen. Ich hatte ja gesagt wir wollen bei 0 starten, um jeden mitnehmen zu können. Als nächstes werden wir uns nach und nach mit den Einstellungsparametern unsere Kamera vertraut machen. Wer weiter dran bleiben möchte, dem empfehle ich ein E-Mailabo oder ein Like auf facebook um nichts zu verpassen. Wer tatsächlich den Baukasten ausprobiert, sollte mir unbedingt ein Foto davon schicken!!!

 

Cheers, Simon