Mal wieder ein neuer Blog im Netz… Vielleicht ist das hier ein Blogthema, was dich interessiert, vielleicht bist du durch Zufall darauf gestoßen oder du bist jemand aus meinem Umfeld der neugierig ist, was der Simon in seinem Leben so treibt. Wenn du Spaß an meinem Blog hast lies ihn, dann freu ich mich und wenn nicht, na gut dann freut es mich dass du es wenigstens bis hier her geschafft hast! Was auch immer du tust, das Motto meines Blogs ist „Gedanken eines freien Filmemachers“ und wie schon zu Beginn meines Blogs im Jahr 2013: Der Blog dient hauptsächlich mir selbst. Ziemlich egoistisch ich weiß, aber ich habe Spaß daran gefunden, das aufzuschreiben was ich erlebe, um es irgendwann mal wieder zu lesen und mich daran zu erinnern. Es ist eine Art Tagebuch für mich und wenn du daran Freude hast es auch zu lesen, freue ich mich genauso.

Heute ist übrigens Sonntag, der 8.1., ihr seht ich bin ein bisschen voraus, aber ein Relaunch will ja gut vorbereitet sein. Ich bin mal wieder mit der deutschen Bahn unterwegs. In Karlsruhe hat es noch geschneit und jetzt stecke ich irgendwo zwischen Karlsruhe und Stuttgart.

Wie das Ganze hier funktionieren wird? Naja im Grunde wie jeder andere Blog auch! Aber um euch einen kleinen Einblick zu geben wer ich so bin und wie ich zum bloggen gekommen bin, möchte ich in diesem ersten Beitrag darauf ein wenig eingehen.

Gestartet hat das eigentlich schon lange vor 2013. Als filmbegeisterter Schüler war, war ich auf der Suche nach einem Blog über das ganz normale Leben eines Filmemachers. Eines Filmemachers der nicht in Hollywood steckt (oder vielleicht doch?) und der von seinen Erfahrungen am Set und aus seinem Leben erzählt. Ja die Suche zog sich sehr lange hin, denn wirklich gefunden habe ich nichts, zumindest keinen Blog der wirklich das erzählte was ich wissen wollte. Je weiter ich dann Richtung Abitur und damit Richtung Filmstudium kam, formte sich der Gedanken selbst über mein Lebens als Filmstudent zu bloggen. Gesagt, getan.

Ich war fleißig am schreiben, habe immer Fotocollagen dazu gemacht und habe mir gedacht, warum nicht noch Filmreviews dazu packen. Bloggen war für mich zum Arbeitstagebuch geworden. Es erinnerte mich immer daran, was zu tun, damit ich was Interessantes schreiben kann und gleichzeitig wurde es für mich immer wichtiger den Blog als Erinnerungsalbum für mich selbst zu nutzen. Dieser Gedanke gefiel mir und so schrieb ich einfach was mir einfiel und was mir wichtig war.

Es dauerte kein Woche, da waren es schon ein paar Follower auf tumblr, die meine Beiträge lasen und kurz drauf, es war vielleicht so in der 3. Woche meines Blogs bekam ich eine Mail von einem Onlineredakteur aus Frankfurt. Er stellte sich vor und erzählte mir, dass er meinen Blog gefunden hat und diesen gerne in seinem Onlinemagazin zweitverwerten möchte. Natürlich nicht unentgeltlich und ohne Zwang. Da ich aber noch nicht selbstständig war und bereits einen 450€ hatte wurde aus der Vergütung erst mal nichts. Komischerweise war mir das erstmal total egal, weil ich mir dachte, naja wenn sich die Reichweite erhört und dadurch mehr Menschen meinen Blog lesen können ist es ja auch schon super cool. Wir Menschen freuen uns einfach wenn andere das sehen und erleben können, was wir geschrieben oder erstellt haben. Das lief so ungefähr von Herbst 2013 bis Sommer 2014. Alle Filmreviews und Blogeinträge erschienen mit einem Tag Verspätung noch in dem Onlinemagazin. Im Sommer 2014 machte ich mich dann selbstständig. Ich kündigte meinen 450€ Job, klärte das mit der Vergütung der Zweitverwertung und bloggte nebenberuflich. Das war ein gutes Gefühl. Das Einzige was ich nicht bedachte war, dass ich mich damit selbst unter Druck setzte. Jetzt musste ich schreiben, sonst sitze ich auf dem trockenen. Das „Ich musste schreiben“ äußerte sich in wöchentlich 1-2 Blogeinträgen und 2 Filmreviews, also Insgesamt 3-4 Beiträge. Jeder Film muss im Kino angeschaut werden, also war ich 2-3 pro Woche im Kino und schaute mir fast jeden Film an der rauskam. Ich war ziemlich informiert, konnte über fast jeden Film was erzählen wenn ich gefragt wurde, doch das doofe war, dass dafür 2-3 Abende die Woche futsch waren. Dann noch Review schreiben und spät ins Bett gehen. Ich versuchte bei verschiedenen Kinos in Pressevorstellungen reinzukommen, da aber meine Reichweite und der Fakt das der Blog ganz frisch war nicht zog, ging ich weiter abends ins Kino. Wenns ganz doof lief erst die Nachtvorstellung um 22.15Uhr. Ich war Singlekinogänger. Nicht nur einmal war ich der einzige im Kino und irgendwann kannte mich das Personal. Ab da fing es an wieder mehr Spaß zu machen. Ich freute mich die Leute zu sehen, bekam ab und an mal einen netten Rabatt bei meinem Stammkino und ich schaute mir tatsächlich fast jeden neuen Film an. Die Blogeinträge handelten meistens von den Vorlesungsinhalten, den Dozent oder irgendwelchen Projekten an denen ich beteiligt war. Es war Neujahr 2015.

Mir ist warm, die zweite Seite ist voll und ich bin gleich da. Weiter geht es wohl im zweiten Teil von Who am I. 

Cheers, Simon