Während das Bloggen also zu meinem Nebenjob geworden war, musste ich schauen das mein Studium auch läuft. Ab dem Sommer 2015 begann die Produktion meiner Abschlussarbeit. Der Kurzfilm „Zufällig falsch“. Die Produktion beanspruchte mich und meinen Kommilitonen und Kollegen Johannes fast rund um die Uhr. Gleich in der ersten Januarwoche 2015 wurde gedreht und bis zum 22. Februar musste der Film abgegeben sein. Es folgte noch die Abschlussprüfung, die Filmpräsentation und zum 1. März war es dann vorbei. Endlich. Ein großer Rucksack konnte erfolgreich abgeladen werden. Doch nicht nur die Abschlussproduktion war zu Ende gekommen, sondern scheinbar auch meine Kräfte. Nur wenige Tage später war ich unbrauchbar. Keine Motivation, keine Kraft, keine Lust irgendetwas zu tun. Ich schlief lang, arbeitete weniger und beendete das Bloggen. Die Lust am Filmschauen verging mir von einem Tag auf den anderen, ca. 2 Monate ging das so. Ich spulte das Pflichtprogramm ab und versuchte mich langsam wieder aufzurappeln. Ende April bekam ich dann überraschend die Zusage für meinen ersten großen Auftrag als Freelancer. Dieser sollte mich gleich für 7 Tage nach Hamburg führen und das war der Startschuss für den Wiederbeginn meines Daseins. Es fühlte sich gut an, es machte Spaß, nach und nach hatte ich meinen Platz gefunden und wusste wie es weitergeht für mich. Nur das Bloggen ließ ich bleiben. Nachdem tumblr mich im Frühjahr 2014 in die Filmemacher Spotlights aufgenommen hatte und mich auf dem Mitarbeiterblog allen Usern vorgestellt hatten, stieg die Zahl der Follower schnell auf mehrere hundert Leser. Dementsprechend bekam ich die ein oder andere Nachricht, als es plötzlich und ohne Vorankündigung nichts mehr von mir zu lesen gab. Durch den Druck zu schreiben weil es mein Job war, war mir die Lust am schreiben vergangen. Ich erzählte zwar immer noch gerne von dem, was ich erlebte doch aufschreiben kam zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage. Warum dann also jetzt wieder fragt ihr euch? Nun ja auch das war ein Prozess, der sich über fast ein Jahr hinzog. Im Februar 2016, knapp 1 Jahr später, kam mir eigentlich sehr überraschend der Gedanke, dass ich mal wieder etwas schreiben könnte. Also startete ich am 11. März 2016 einen neuen Versuch. Mit dem Post “Hallo. Ich bins. Nur #99” meldete ich mich wieder zurück auf tumblr. Das Feedback war gut, es fühlte sich toll an wieder etwas geschrieben zu haben. Gleich Ende März kam der nächste Post, doch dann versank ich in Arbeit und es zog sich bis in den Juni, dass der Post “Das Handy vibriert. Ein neuer Auftrag #101” erschien. Ich merkte: Wenn ich wirklich wieder bloggen möchte, dann muss es mit mehr Struktur sein, sonst schreib ich nichts. Es begann sich die Idee zu formen meinem Blog simonstudiesfilm ein neues Gesicht zu verpassen und ein Relaunch zu starten. In den Posts letzten Jahres versuchte ich immer ein Update zu geben, was in der letzten Zeit passiert ist, dabei ist vieles zu kurz gekommen und ich fand es selbst schade die einzelnen Projekte so schnell abzuhandeln, immerhin sollte es ja auch ein Art Tagebuch für mich sein. Bis meine Ideen und Gedanken dann aber wirklich soweit sortiert waren, um neu zu starten dauerte es noch eine Weile. Den Beginn von dem was ich tun möchte, erlebt ihr in diesem Moment mit!

Der Ursprungsgedanke soll wieder präsenter werden und ich möchte keinen Druck verspüren schreiben zu müssen, sondern ich schreibe, weil ich Freude daran habe meine Erlebnisse festzuhalten und mit euch zu teilen.

Das war also mein Werdegang als Blogger. Man liest oft davon, dass wenn eine Pflicht dazu kommt, bei dem was man gerne tut, kann die Freude schnell verloren gehen. Genau das ist bei mir eingetroffen und hat zu einer langen Pause geführt, die ich nun aber ganz bewusst beende.

Habt Spaß beim lesen, denn ich habe Spaß beim schreiben!

Cheers, Simon